
Herpes genitalis
Weniger Schübe. Mehr Ruhe.
Ob akuter Ausbruch oder Dauertherapie zur Vorbeugung: Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir — wir verschreiben, was zu deinem Verlauf passt.
- Akuttherapie oder Suppression
- Rezidive spürbar seltener
- Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir
- Deutsche Ärzt:innen
- Diskreter Versand
- Vertraulich · DSGVO
Zwei Behandlungsstrategien
Akut behandeln oder langfristig vorbeugen.
Bei einem einzelnen Ausbruch verkürzt eine 5- bis 10-tägige Tablettentherapie mit Aciclovir, Valaciclovir oder Famciclovir Dauer und Schwere der Beschwerden — am wirksamsten, wenn sie innerhalb der ersten 24 Stunden nach den ersten Anzeichen beginnt. Bei häufigen Rezidiven (ab etwa 4 Schüben pro Jahr) kann eine niedrig dosierte Dauertherapie über mehrere Monate die Zahl der Ausbrüche deutlich senken.
Wann eine Untersuchung vor Ort dazugehört
Beim ersten Ausbruch sichert nur ein Abstrich die Diagnose.
Herpesbläschen sehen typisch aus, können im Genitalbereich aber mit anderen Ursachen verwechselt werden. Deshalb wird eine Erstdiagnose im besten Fall durch einen Labortest am Abstrich bestätigt. Ist die Diagnose einmal gesichert, lässt sich jeder weitere Schub zuverlässig anhand des typischen Verlaufs online einordnen und behandeln — das ist in der Regel schneller als ein neuer Praxistermin.
Ansteckung auch ohne sichtbare Bläschen
Das Virus kann auch symptomfrei weitergegeben werden.
Ein großer Teil aller HSV-2-Träger:innen hat nie oder kaum Symptome, kann das Virus aber trotzdem übertragen ("asymptomatic shedding"). Kondome senken das Risiko, schließen es aber nicht vollständig aus. Wer unter Dauertherapie steht, gibt das Virus nachweislich seltener weiter als unbehandelt.
Mögliche Anzeichen
Das können Hinweise sein.
- Schmerzhafte, gruppiert stehende Bläschen im Genital-, After- oder Gesäßbereich, die aufplatzen und nässen
- Beim ersten Ausbruch oft ausgeprägter: Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten in der Leiste, bei Frauen häufig Schmerzen beim Wasserlassen
- Rezidive verlaufen meist deutlich milder und heilen schneller ab als die Erstinfektion
- Vorboten wie Kribbeln, Brennen oder Jucken oft schon Stunden bis Tage vor sichtbaren Bläschen
Wichtiger Hinweis
Hattest du noch nie eine ärztlich bestätigte Herpes-genitalis-Diagnose oder ist es dein allererster Ausbruch, empfehlen wir eine einmalige Untersuchung vor Ort mit Abstrich — Bläschen im Genitalbereich können auch andere Ursachen haben, und nur ein Labortest sichert die Diagnose zuverlässig. Bei starken Schmerzen, hohem Fieber, Harnverhalt oder in der Schwangerschaft gehört die Abklärung ebenfalls in eine Praxis vor Ort statt in die Fernbehandlung.
Quellen
- Genitalherpes — IQWiG (gesundheitsinformation.de)
- Genitalherpes: Ansteckung und Behandlung — Bundesministerium für Gesundheit (gesund.bund.de)
- Genitalherpes: Symptome, Diagnose und Therapie — Apotheken Umschau
- S2k-Leitlinie Sexuell übertragbare Infektionen (STI) — Beratung, Diagnostik und Therapie, Registernummer 059-006 (Kapitel Herpes genitalis, Tabelle 13) — AWMF / Deutsche STI-Gesellschaft u.a., derzeit in Überarbeitung
- Valaciclovir — Anwendung, Wirkung, Nebenwirkungen — Gelbe Liste
Herpes ist kein Grund zu verstecken
Sehr viele Menschen leben damit. Du bist nicht allein — und die Erkrankung ist gut behandelbar.
Schätzungsweise 10 bis 15 von 100 Menschen in Deutschland tragen das Herpes-genitalis-Virus in sich, meist HSV-2. Die meisten davon bemerken nie Symptome oder nur sehr milde — bei anderen kommt es immer wieder zu schmerzhaften Schüben. Beides ist normal, keins davon ist eine Frage der Hygiene oder ein Zeichen von Leichtsinn.
Was uns wichtig ist: keine Scham-Sprache. Wir behandeln Genitalherpes wie jede andere gut untersuchte, chronische Viruserkrankung — ernsthaft, aber ohne moralischen Unterton. Dein Fragebogen bleibt vertraulich, und ob Akuttherapie oder Dauervorbeugung sinnvoller ist, entscheiden wir gemeinsam anhand deines bisherigen Verlaufs.
Häufig gefragt
Wenn du nur eine Frage hast — sie steht wahrscheinlich hier.
Was ist der Unterschied zu Lippenherpes?+
Genitalherpes wird meist durch HSV-2 verursacht, Lippenherpes meist durch HSV-1 — beide Virustypen können aber auch die jeweils andere Körperregion befallen, etwa durch Oralverkehr. Die Wirkstoffe in der Behandlung sind dieselben, Dosierung und Einnahmedauer unterscheiden sich je nach Situation.
Ab wann lohnt sich eine Dauertherapie (Suppression)?+
Ab etwa 4 Schüben pro Jahr oder wenn einzelne Schübe dich sehr belasten, kann eine mehrmonatige niedrig dosierte Dauereinnahme sinnvoll sein. Das schauen wir uns individuell an.
Bin ich immer ansteckend?+
Am stärksten während eines akuten Schubs, aber Übertragungen sind auch symptomfrei möglich. Eine Dauertherapie senkt die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung zusätzlich.
Was ist, wenn ich schwanger bin oder werde?+
Herpes in der Schwangerschaft braucht eine gynäkologische Mitbetreuung — insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft, um eine Übertragung während der Geburt zu vermeiden. In diesem Fall arbeiten wir eng mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt zusammen, statt allein online zu behandeln.
Wie schnell wirkt die Akutbehandlung?+
Am besten innerhalb der ersten 24 Stunden nach den ersten Anzeichen beginnen. Dann heilen die Bläschen meist einige Tage schneller ab als unbehandelt.
Brauche ich für Aciclovir & Co. ein Rezept?+
Ja. Aciclovir-, Valaciclovir- und Famciclovir-Tabletten sind in Deutschland verschreibungspflichtig. Rezeptfreie Aciclovir-Cremes wirken bei Genitalherpes nicht zuverlässig — deshalb setzen wir hier auf Tabletten.
Der nächste Schub muss nicht dein Leben stoppen.
Fragebogen ausfüllen — Akuttherapie oder Suppression, wir passen sie an deinen Verlauf an.
Bald wieder erhältlich